Es war heiß. Es war schnell. Und es war äußerst spannend. Zum zehnjährigen Jubiläum wurde beim Weichselbaumer Stadtkriterium in Bad Leonfelden der Puls der Zuschauer in die Höhe getrieben. Der große Sieger heißt Matthias Wienerroither (Team Melasan). Er setzte sich nach toller Vorarbeit seiner Kollegen vor Daniel Eichinger (RC Ovilava Wels) und Oldie Peter Pichler (RC Walding) durch.

Ergebnisse: www.computerauswertung.at

Fotos: www.facebook.com/Radleonfelden

Bei Temperaturen jenseits der 30 Grad machten die Nachwuchs-Sportler den Auftakt. Neun Kinder nahmen die Herausforderung des Schnupper-Kriteriums in Angriff und sausten um den Leonfeldner Hauptplatz. Der Spaß und ein bisschen Rennluft schnuppern sollte im Vordergrund stehen. Jeder Teilnehmer erhielt natürlich einen Pokal für die gezeigte Leistung.

Beim U17-Kriterium ging es dann schon richtig zur Sache. Die oberösterreichischen Top-Fahrer mussten sich mit harter Konkurrenz aus unserem Nachbarland Tschechien herumschlagen. Die beiden Brüder Mathias und Karel Vacek – letzterer forderte beim Almkönig immerhin Markus Eibegger – und Samuel Sirous machten das Rennen schnell und schwierig. Nur Jakob Reiter (RC Walding) zeigte sich davon unbeeindruckt und holte sich die erste Wertung. Er attackierte wenig später sogar noch, setzte sich entscheidend ab und fuhr solo zum souveränen Sieg. Dahinter blieb es aber spannend. Nachdem Karel Vacek aufgeben musste sicherte sich Samuel Sirous etliche Punkte. Daniel Körner (RC Walding) attackierte und konnte aufholen. Doch am Ende holte sich Sirous mit einem Punkt Vorsprung Rang zwei. In der Landesmeisterschaftswertung siegte Reiter vor Körner und dem Welser Julian Springer. Aus heimischer Sicht hieß es Lehrgeld zahlen: Andreas und Martin Schenkenfelder und Tobias Penneder konnten am Anfang das Tempo der Lizenzfahrer nicht ganz halten und wurden einmal überrundet. Sie steckten aber nicht auf und zeigten eine beherzte kämpferische Leistung.

Das Hobby-Rennen verlief ebenfalls lange sehr ausgeglichen. Für ein Raunen unter den Zusehern sorgte Christoph Lutz (Heilung für Lungenhochdruck), der den Start um fast eine Minute versäumte und dennoch das Feld wieder einholen konnte. Und nicht nur das, er sorgte danach sogar für Tempo und attackierte mehrmals. Alle Attacken – auch von anderen Fahrern - wurden aber vereitelt, sodass der Sprint entscheiden musste. Hier erwies sich Herbert Nöbauer (Bike Team Lacken) als der schnellste Mann. Er verwies Patrick Hofmann (RC Sarleinsbach) und Christoph Lutz auf die Plätze. Als Vierter schrammte Matthias Enzenhofer (Zwettl) nur um Zentimeter am Podest vorbei.

Um 17.30 Uhr erfolgte der Start der Amateur-Landesmeisterschaften im Kriterium. Neben altbekannten Namen wie Peter Pichler oder Markus Willinger musste man auch das Team Melasan auf der Rechnung haben. Mit Thomas Osbelt, Matthias Wienerroither, Alexander Holzinger und Andi Baumgartner hatte man ein schlagkräftiges Team am Start. Die Leonfeldner Erwartungen waren eher gering. Pepi Hofer kämpfte mit Trainingsrückstand, Christoph Vorholzer war erst vom Urlaub zurückgekehrt. Nach zwei Solosiegen in den vergangenen beiden Jahren ließ man dieses Mal keinen Fahrer weg. In der Anfangsphase zeigte sich vor allem der Tscheche Peter Cirkl bärenstark, doch er konnte sich zweimal nur kurz absetzen. Das Team Melasan attackierte immer wieder und zwang die anderen Fahrer zur Nachführarbeit. Top-Favorit Peter Pichler konnte sich zwar gleich drei Prämiensprints sichern, wurde aber mit Argusaugen beobachtet. Am Ende des Feldes kämpfte Pepi um den Anschluss. Die im Amateur-Feld mitfahrenden Junioren zeigten auch, dass sie schon kräftig in die Pedale treten können und forderten die älteren Fahrer mit Attacken. Immer wieder wurde das Tempo angezogen, es blieb kaum Zeit zu verschnaufen. Für die Zuschauer entwickelte sich ein äußerst spannendes Rennen, fast jede Runde traten andere Fahrer in Aktion. Nachdem sich aber niemand entscheidend absetzen konnte, kam das Feld geschlossen aus der letzten Kurve. Alex Holzinger zog das Tempo für Matthias Wienerroither an, der auf den letzten Metern Daniel Eichinger (Wels) abfangen konnte. Oldie Peter Pichler belegte Rang drei. Den beiden Lokalmatadoren Pepi Hofer und Christoph Vorholzer fehlten am Schluss die Kräfte, um in die Entscheidung einzugreifen. Schlussendlich standen die Plätze 11 und 12 zu Buche – trotzdem eine tolle Leistung angesichts der starken Konkurrenz und der nicht optimalen Vorbereitung.

Nach der Siegerehrung wurde bei lauem Sommerwetter noch bis spät in die Nacht gefeiert – wir hatten nach der erfolgreichen Veranstaltung auch allen Grund dazu!

Ein großes Danke gebührt allen freiwilligen Helfern, den Sponsoren und der Stadtgemeinde Bad Leonfelden. Ohne diese Unterstützung wäre es nicht möglich, solche Veranstaltungen durchzuführen! Toll auch die Zusammenarbeit in der Union – danke auf diesem Wege vor allem an die Sektion Fußball, die beim Auf- und Abbau viele Helfer stellte!

Auf ein Neues 2016!

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